Willkommen im Atarimuseum 

Wie entstand ATARI? Woher kam die Idee für die Mutter aller Spielkonsolen? Wer entwickelte die ersten Atari-Computer? Warum wären NES und AMIGA beinahe Atari-Produkte geworden, wurden dann aber die schärfsten Konkurrenten? Was steckt hinter der Legende von Alamogordo? Ist E.T. wirklich das schlechteste Videospiel aller Zeiten? Und was wurde aus Atari? Diesen und weiteren Fragen will ich hier nachgehen. Natürlich werden auch die Produkte von Pong bis Jaguar 2 und von 800 bis Falcon 040 selbst näher beleuchtet. Und es wird immer wieder Neues zu entdecken geben. Vorbeischauen lohnt sich also.

Wer auf der Suche nach Foren und Gleichgesinnten ist, dem seien hier noch folgende Links ans Herz gelegt:

Und nun viel Spaß beim Stöbern :-)


 Die letzten drei Neuzugänge

520ST Urversion, 1040STF, 2× SM124 (1× defekt), 1× MEGAFILE30, 1× SF314, 1× SF354, 2× STM1, viele Bücher, Software und mehrere Kartons Computerzeitschriften zwischen 1985 und 1995 (25. März 2018)

2× 1040STF (1× defekt), 1× SM124, 1× SF314, 1× STM1 (defekt), 1× MEGAFILE 30, 1× Protar ProFile 40DC Festplatte, 1× Profex DL1314 Diskettenlaufwerk + ca. 300 Disketten Software (21. Januar 2018)

130 XE (11. Dezember 2017)



 Was geschah im April?

Syzygy Engineering
1972
Computer Space hat sich seit Markteinführung im Oktober 1971 eintausend Mal verkauft – für den Produzenten Nutting Associates war das aber nicht genug und die Produktion des Arcadespiels wird eingestellt.


Atari, Inc. & Kee Games, Inc.
1973
Bally Manufacturing bringt unter dem Namen Midway Winner einen von Atari lizenzierten Pong-Klon heraus.

1974
Magnavox stellt Strafantrag gegen Atari, Bally Manufacturing, Empire Distributing, Chicago Dynamic Industries und Allied Leisure auf Grund von Urheberrechtsverletzungen in Sachen Pong. Kee Games bringt unterdessen das Arcadespiel Formula K heraus.

1975
Das im November 1974 vorgestellte erste Farb-Arcadespiel Indy 800 kommt zum Stückpreis von 6495 Dollar auf den Markt, ebenfalls erscheint Hi-Way. Erste Vorbereitungen für einen eventuellen Verkauf Ataris werden getroffen.

1976
Das vom späteren Apple-Ingenieur Steve Wozniak entwickelte und von Apple-Gründer Steve Jobs vorgestellte Spiel Breakout kommt in die Spielhallen und wird dort schnell zum Renner. Unter der Marke Kee Games erscheint derweil das Spiel Tank 8.

1981
Die westdeutsche Tochter Atari Elektronik wird aus dem Plattenlabel WEA ausgegliedert und als Atari Elektronik Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in der Bebelallee 10 im Hamburger Stadtteil Winterhude gegründet.

1982
Mit der Umsetzung von Namcos Pac-Man (Modulnummer CX-2646) erscheint eins der meistkritisierten Spiele für das Video Computer System.

1983
Um auf dem nordamerikanischen Markt Fuß zu fassen, beginnt der japanische Konsolenhersteller Nintendo, der gerade im Heimatmarkt seinen Family Computer auf den Markt gebracht hat, mit Atari über eine Markteinführung des Famicoms unter Ataris Federführung zu verhandeln. Atari soll dabei die Fertigung der Gehäuse und Verpackungen übernehmen und zudem die Geräte und Spiele eigenständig vermarkten, geplanter Marktstart ist Dezember 1983. Bei Atari erhält Famicom vorerst die Modellnummer 2100.

1984
Der Grafikchip GCC-1702B, besser bekannt als Maria, kann endlich präsentiert werden und die Produktion der neuen Spielkonsole 7800 ProSystem kann beginnen. Unterdessen lehnt Philips-Chef Wisse Dekker einen Kauf der von Warner Communications angebotenen Consumersparte Ataris ab.

2014
Beinahe dreißig Jahre nach dem Untergang der Atari, Inc. wird in der Wüste New Mexicos, genauer auf der Mülldeponie des Städtchens Alamogordo, nach Dingen gegraben, die Atari dort im September 1983 entsorgt haben soll. Die Genehmigung zur Ausgrabung erteilte der Bürgermeister Robert Rentschler, trotz Gegenwehr durch Umweltschutzverbände, die befürchteten, Schwermetalle im Elektroschrott könnten bei Freisetzung die Umwelt belasten. Mit dabei war auch der Spieleentwickler Howard Scott Warshaw, beteiligt an der Ausgrabung waren unter Anderem die American School of Classical Studies aus Athen, die Stony Brook University aus New York, der Spieleentwickler und -historiker Mike Mika aus Oakland und Autor Ernest Cline aus Austin. Tatsächlich wurden etliche sogar unbeschädigte E.T.-Module und andere Atari-Artikel zu Tage gefördert.


Atari Corporation, Atari Games Corporation und Tengen, Inc.
1985
Die neue Tochtergesellschaft Atari Corp. (Deutschland) GmbH bezieht ihre Zentrale an der Frankfurter Straße 89–91 in Raunheim, neuer Chef wird der ehemalige Commodore-Deutschland-Chef Alwin Stumpf, der die kommissarische Leiterin Irma Obersteiner ablöst. Die Produktion des 800XL wird eingestellt. Die für die Hannovermesse angekündigte Präsentation eines 32-Bit-Computers wird zunächst auf den Jahreswechsel 1985/86 verschoben. Atari Games bringt das Arcadespiel Paperboy heraus.

1986
Der 520STFM wird entgegen der ursprünglichen Planung nun doch angekündigt, die Produktion der Urversion 520ST wird nun eingestellt.

1988
Gründung der Atari Computer Corporation innerhalb der US-amerikanischen Landesgesellschaft unter der Leitung des ehemaligen Epyx-CEO Michael Katz. Die Modelle 520STF und 520STFM werden ab sofort mit doppelseitigen statt wie bisher mit einseitigen Diskettenlaufwerken ausgeliefert und in London wird die Entwicklung einer tragbaren ST-Version bekannt gegeben.

1989
Fünfzehn Märkte der zu Atari gehörenden Elektromarktkette The Federated Group in Kalifornien, Texas und Arizona werden geschlossen, ebenso die Regionalverwaltung und das Regionallager in Texas. Mit Crossbow, Karateka, Summer Games, Airball und Thunderfox erscheinen die letzten Videospielmodule für die 8-Bit-Computermodelle.

1990
Bei einer Razzia in den Büros der Atari Taiwan Manufacturing Corp. sowie in den Wohnungen der Angestellten Kuo Mao Hsing (Leiter der Computercenters) und Chen Jiang Chung (Qualitätskontrolle) werden etliche unautorisierte Kopien der Datenbanksoftware dBase III Plus und der Tabellenkalkulationssoftwae Lotus 1-2-3 sichergestellt.

1991
Ein Deal zwischen Atari und dem israelischen Finanzministerium unter Jitzhak Modai wird bekannt, wonach Atari die Produktion von Taiwan nach Israel verlegen wolle. Dafür soll eine neue Fabrik gebaut werden, die vom Staat Israel mit 52,5 Mio. Dollar bezuschusst werden soll. Zwei Wochen später wird die Atari Finance (Japan)-Niederlassung in Hong Kong geschlossen.

1992
Atari UK, das Magazin Game Zone und die National Association of Specialist Computer Retailers führen in 60 Läden im Vereinigten Königreich einen Lynx-Highscore-Wettbewerb durch.

1994
Die Jaguar-Konsole wird in Europa erstmals auf der European Computer Trade Show in London vorgestellt.

1996
Mit Fight for Life für den Jaguar (Modulnummer J9037) erscheint das letzte Videospiel aus dem Hause Atari Corporation.


Nachfolgefirmen
2007 – Infogrames Entertainment SA
Ein Fünftel der Belegschaft wird auf Grund rückläufiger Umsätze entlassen.

2010 – Atari SA
Nolan Bushnell ersetzt kurzfristig den zurückgetretenen David Gardner als CEO, macht aber schon bald darauf Platz für Jim Wilson und wechselt auf einen Beraterposten.


Personelles
2012
Jack Tramiel, Holocaust-Überlebender, Gründer von Commodore (1958) und Tramel Technologies (1984), Atari-CEO von 1984 bis 1988 und von 1995 bis 1996, Atari-Vorstandsmitglied von 1984 bis 1996 sowie JTS-Vorstandsmitglied von 1996 bis 1998, stirbt im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Monte Sereno, Kalifornien.


Letzte Seitenaktualisierung: 1.4.2018
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