Obere Stadtfront – Werk II 
Die Courtine mit dem Ehinger Tor 
Werk II: Courtine mit Ehinger Tor
Lageblau: ca. Begrenzung, rot: erhaltene Bauwerke, grün: erhaltene Erdwerke Erbaut 1843 bis 1855
ErbauerOLt Faber du Faur
Flagge Württemberg Kgr. Württemberg
Adresse
Lage48,39437° nördl. Breite
9,98051° östl. Länge
Mannstärke133
ArtVerbindungslinie
ZweckVerteidigung des Grabens mittels der zentralen Caponniere zur Bonnetkasematte der Oberen Donaubastion nach Südosten und zum Saillant der Mittelbastion nach Nordwesten

Zugangskontrolle zur Stadt durch das Ehinger Tor
Benachbarte WerkeRavelin III im Westen

Mittelbastion im Nordwesten

Obere Donaubastion im Südosten

Lage und heutige Nutzung
Diese Verbindungslinie zwischen Oberer Donaubastion und der Mittelbastion liegt entlang von Schillerstraße und Bismarckring zwischen Arsenalstraße und Hauffstraße und gehört zur oberen Stadtfront. Das Ehinger Tor dient heute als Abschluss des gleichnamigen Busbahnhofs.

Aufbau des Werks
Diese Verbindungslinie besteht neben Wall, Escarpe, nassem Graben und Glacis aus dem inneren Tor der dreiteiligen Anlage des Ehinger Tors, einer Tenaille am Anschluss zur Donaubastion, die dem Beschuss des linken Grabens des vorgelagerten Ravelins diente, und einer Caponniere zum Beschuss des nassen Grabens zwischen Donaubastion und Mittelbastion.

Baugeschichte und Erhaltungszustand
1904 wurde der größte Teil des Werks abgetragen. Nachdem Pläne, das Ehinger Tor zu überbauen, auf Eis gelegt wurden, wurde der verbliebene Rest der Courtine 1920 unter Denkmalschutz gestellt. Das Ehinger Tor diente nach dem ersten Weltkrieg eine Zeit lang als Feuerwehr-Gerätehaus, bis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Busbahnhof Ehinger Tor angelegt wurde, dessen westlichen Abschluss das Tor bildet.

Heute sind noch das Tor, ein Teil der Escarpe und die rechte Mauer des Innenhofs am Tor erhalten.

Militärische Nutzung
Als Verbindungslinie war dieses Werk nicht ständig belegt und genutzt.


Bilder


Das Ehinger Tor


Das Ehinger Tor um 1904

Letzte Bearbeitung: 8. Januar 2016