<< Bundesfestung Ulm: Die Courtine mit dem Stuttgarter Torn (Werk XXII)
Untere Stadtfront – Werk XXII 
Die Courtine mit dem Stuttgarter Tor 
Werk XXII: Courtine mit dem Stuttgarter Tor
Lage
Blau: ca. Begrenzung, rot: erhaltene Bauwerke, grün: erhaltene Erdwerke
Erbaut 1845 bis 1855
ErbauerIng. Major von Völker
Flagge Preußen Kgr. Preußen
Adresse
Lage48,40518° nördl. Breite
10,00320° östl. Länge
Mannstärke165
ArtVerbindungslinie
ZweckVerteidigung der Friedrichsau
Benachbarte WerkeObere Gaisenbergbastion im Nordwesten

Contregarde XXIII im Süden

Lage und heutige Nutzung
Die Courtine liegt zwischen Staufenring und Nagelstraße in der Ulmer Oststadt. Das Glacis, was neben wenigen Mauerresten als einziges von dem Werk übrig ist, ist heute Naherholungsgebiet, welches das Glacis der östlichen Bergfront mit der Friedrichsau verbindet.

Aufbau des Werks
Die Courtine, die die Untere Donaubastion mit der Unteren Gaisenbergbastion verbindet, konnte bis zu 165 Mann aufnehmen und wurde unter dem preußischen Ingenieur Major von Völker zwischen 1845 und 1855 errichtet. Sie bestand aus Wall, Escarpe, nassem Graben und Glacis, außerdem aus dem Stuttgarter Tor am linken und dem Friedrichsau-Tor sowie einer großen Caponniere am rechten Ende und einem Cavalier im Saillant. Vor der Caponniere stand zudem ein Blockhaus, in der Mitte des rechten Walls befand sich ein Batardeau zur Flutung des Grabens. Zwischen 1861 und 1863 wurde hinter dem Cavalier ein Kriegslaboratorium erbaut, 1876 erhielten die Wallenden Pulvermagazine und zwischen 1875 und 1877 wurde neben dem Stuttgarter Tor das Bahntor für die Donautalbahn Donaueschingen – Regensburg sowie die Brenzbahn Ulm – Aalen in den Wall eingebaut.

Baugeschichte und ErhaltungszustandBereits ab 1902 wurde das Festungswerk fast vollständig abgetragen, diese Arbeiten waren 1925 beendet, wobei nur noch das Glacis und Reste des Bahntors und des Friedrichsau-Tors übrig blieben.

Militärische Nutzung
Als reines Verbindungswerk zwischen zwei Kernwerken wurde es – abgesehen vom Kriegslaboratorium – nicht ständig belegt.

Bilder
Glacis, Blick in Richtung Unterer Donaubastion Das Stuttgarter Tor um 1904
Mauerrest zwischen Stuttgarter Tor und Heidenheimer Bahntor Pfeilerrest des Friedrichsau-Tors

Letzte Bearbeitung: 10. Januar 2016