<< Bundesfestung Ulm: Die Kienlesbergbastion (Werk X)
Westliche Bergfront – Werk X 
Die Kienlesbergbastion 
Werk X: Kienlesbergbastion
Lage
Blau: ca. Begrenzung, rot: erhaltene Bauwerke, grün: erhaltene Erdwerke
Erbaut 1843 bis 1852
ErbauerOLt von Hügel
Flagge Württemberg Kgr. Württemberg
AdresseBeim Alten Fritz 3
89075 Ulm
Lage48,40734° nördl. Breite
9,97985° östl. Länge
Mannstärke390
Artgeschlossene Bastion
ZweckVerteidigung in Richtung Blautal und Lehrer Tal
Benachbarte WerkeCourtine XI im Norden

Contregarde IX im Süden

Lage und heutige Nutzung
Die Bastion liegt am Fuß des Michelsberg zwischen der Kienlesbergstraße und der Straße Beim Alten Fritz am Rand des Ruhetals. Die Doppelcaponniere des fast vollständig erhaltenen Werks wird heute vom Club Action, welcher vom CVJM betrieben wird, genutzt. Das Gelände des Werks ist frei begehbar.

Aufbau des Werks
Die Bastion besteht aus einem Reduit (welches nach ersten Planungen deutlich größer hätte ausfallen sollen), den rundum laufenden Escarpenmauern, die an den Fronten innen mit Bögen verstärkt wurden, einem dreiseitigen und an der rechten Front besonders starken Wall mit Pulvermagazinen in den Enden, einem trockenen Graben von der Kehlmitte bis zur rechten Schulter, einem Glacis an der rechten Front, einer Bonnetkasematte an der rechten Schulter, einer Doppelcaponniere im Saillant zur Verteidigung der Frontgräben und einer dahinterliegenden Mörserbatterie. Bei der Modernisierung um 1880 entstand eine Hohltraverse auf dem Wall.

Baugeschichte und Erhaltungszustand
Nach dem ersten Weltkrieg gab es Pläne, die Doppelcaponniere zur Kirche umzubauen, was nicht realisiert wurde. Insgesamt ist das Werk bis auf einen Teil des Frontgrabens heute vollständig erhalten.

Militärische Nutzung
Nach dem Auszug der österreichischen Festungsartillerie im Oktober 1866 wurde das Werk nur von der württembergischen Armee belegt, nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte keine weitere militärische Nutzung der Bastion mehr.

Bilder
Bogenescarpe und Rondengang der rechten Front Hohltraverse auf dem Wall Doppelcaponniere
Blick auf die rechte Schulter Werkstor Doppelcaponniere
Doppelcaponniere, linker Flügel Rondengang, linke Front Gewehrscharte
Im Inneren der Doppelcaponniere Im Graben an der Doppelcaponniere Blick vom Wallfuß auf den Eingangsbereich, links am Tor die Wach- und Abortkasematte
Strebebogen zur Escarpenverstärkung an der linken Flanke Wach- und Abortkasematte Auf dem Wall
Geschützaufzug in der Doppelcaponniere Kochstelle im Untergeschoss der Doppelcaponniere Kehlmauer
 
Reduit Secondeflanke an der rechten Schulter  

Letzte Bearbeitung: 9. Januar 2016