<< Bundesfestung Ulm: Die Courtine zum Gaisenberg (Werk XVIII)
Östliche Bergfront – Werk XVIII 
Die Courtine zum Gaisenberg 
Werk XVIII: Courtine zum Gaisenberg
Lage
Blau: ca. Begrenzung, rot: erhaltene Bauwerke, grün: erhaltene Erdwerke
Erbaut 1843 bis 1858
ErbauerHptm. Vogt
Flagge Sachsen Kgr. Sachsen

OLt Graf von Reischach
Flagge Württemberg Kgr. Württemberg

OLt von Valois
Flagge Württemberg Kgr. Württemberg
Adresse
Lage48,41163° nördl. Breite
9,98698° östl. Länge
Mannstärke20
ArtVerbindungslinie
ZweckVerteidigung der nordöstlichen Flanke des Michelsberg
Benachbarte WerkeWilhelmsburg im Westen

Obere Gaisenbergbastion im Osten

Lage und heutige Nutzung
Die Courtine liegt an der oberen Prittwitzstraße gegenüber eines Wohngebiets. Die Mauerbauten werden derzeit nicht genutzt, das offene Gelände ist als Naturlehrpfad und Spazierweg angelegt.

Aufbau des Werks
Die zwischen 1843 und 1858 unter Hauptmann Vogt (Sachsen), Oberleutnant Graf von Reischach und Oberleutnant von Valois (beide Württemberg) erbaute, maximal 20 Mann starke Verbindungslinie besteht hauptsächlich aus Wall, Escarpe und Glacis sowie einem trockenen Graben vor der Front, einem Kriegspulvermagazin am linken Ende und einer Poterne zum Rondengang in der Mitte des Walls. 1878 wurden zwei Hohl- und sechs Erdtraversen angelegt, in der Wallfuttermauer ein Wachtraum angelegt, das Tor zum Rondengang vermauert und die Poterne zum Untertreteraum umfunktioniert und das Kriegspulvermagazin erdummantelt. Die obere Hohltraverse erhielt ein Untergeschoss, welches als Geschossmagazin verwendet wurde, samt einem Ladeaufzug.

Baugeschichte und Erhaltungszustand
1905 wurde das Anschluss-Mauerstück zur Wilhelmsburg gesprengt und 1917 mit dem Auffüllen des Grabens begonnen. Bis auf diese Schäden steht das Werk heute noch vollständig. Die bestehende, zum Teil eingestürzte Escarpenmauer wurde bis 2015 vorbildlich saniert.

Militärische Nutzung
Das Werk war als reines Verbindungsstück zwischen zwei Kernwerken angelegt und wurde daher nicht ständig belegt.

Bilder
Auf dem Wall, Blickrichtung Obere Gaisenbergbastion. Links die Escarpe. Erdtraversen Rondengang
Im Kriegspulvermagazin In der rechten Hohltraverse Ladesystemzugang mit Verbrauchspulvermagazin
Sanierungsarbeiten an der Escarpe Zugang zum Untertreteraum Vorne: Untertreteraum, Mitte: Ladesystemzugang. Im Hintergrund die Wilhelmsburg

Letzte Bearbeitung: 10. Januar 2016