Atari Stacy 

Atari Stacy
1989 wurden neben einigen anderen Neuheiten (1040 STE, TT 030, Portfolio) auch der portable ST-Computer „Stacy“ vorgestellt und nach der FCC-Freigabe im Dezember 1989 auf den Markt gebracht. Beliebt war die Stacy vor allem bei Musikern auf den Bühnen, sie löste oft die bis dahin verwendeten Computer der 1040 ST-Serie ab. Technisch ist der Portable weitgehend identisch mit dem 1040 ST, mit einigen Bauteilen, die auch im TT Verwendung fanden (SCSI-Controller und -Festplatte). Die Grundausstattung ist bei allen Stacy-Modellen die selbe: hintergrundbeleuchtetes Epson LCD, TOS 1.04, das 3½"-Diskettenlaufwerk, Trackball und die vielen Anschlussmöglichkeiten. Frühe Stacys hatten auf der linken Seite einen zusätzlichen Deckel, hinter dem sich ursprünglich ein Erweiterungsbus befinden sollte, dieser wurde jedoch im Serienmodell nicht eingebaut. Ein Akkufach ist zwar vorhanden, wurde aber nie bestückt und zumindest in den ersten Jahren auch im Werk zugeklebt (die Akkus hätten wegen dem großen Stromverbrauch ohnehin kaum mehr als eine Viertelstunde durchgehalten). Dadurch, dass die Bauteile zum größten Teil identisch mit denen der Desktop-STs sind, ist dieser Portable recht schwer - ohne Akku bringt er ein Lebendgewicht von knapp sieben Kilo auf die Waage. Die Stacy kann man, wenn die entsprechenden Teile montiert sind, auch mit zwölf Babyzellen (= 18 Volt) betreiben.

Die Stacy gab es ab Werk in zwölf verschiedenen Ausstattungsvarianten, diese erkennt man an den verschiedenen Modellnummern nach dem Schema LST-0000. Diese liest sich wie folgt: Die ersten drei Ziffern (hier fett markiert) geben dabei die Werksausstattung an, die erste steht für den Arbeitsspeicher (1, 2 oder 4 MB), die zweite für die Anzahl der Diskettenlaufwerke (1 oder 2) und die dritte für das Vorhandensein und ggf. die Größe einer Festplatte (0 = keine Festplatte, 2 = 20 MB-Festplatte, 4 = 40 MB-Festplatte). Eine Stacy mit der Typennummer LST-4144 z. B. ist ausgestattet mit 4 MB Arbeitsspeicher, einem Diskettenlaufwerk und einer 40 MB-Festplatte. Am weitesten verbreitet sind Modelle mit einem Diskettenlaufwerk und einer Festplatte.
Technische Daten
Prozessor Motorola MC68000
Taktfrequenz 8 MHz
Arbeitsspeicher (max.) 1–4 MB (4 MB)
32 kB VRAM
Festspeicher 192 kB
Betriebssystem TOS 1.04
Grafikchips Atari Shifter + Atari Blitter
Auflösungen (Farben) 320 × 200 (16; nur über externen Monitor)

640 × 200 (4; nur über externen Monitor)

640 × 400 (2)
Farbpalette 512
Display Epson LCD monochrom, 11", hintergrundbeleuchtet
Soundchip Yamaha YM-2149 oder GI AY-3-8910
Soundkanäle 3 PSG + Rauschgenerator
Diskettenlaufwerk(e) ab Werk 3½" DD, doppelseitig, 709 kB (alle Modelle, doppelt bei LST-x204)
Festplatte ab Werk keine (LST-xx04)
3½" SCSI 20 MB (LST-xx24)
3½" SCSI 40 MB (LST-xx44)
Tastatur Schreibmaschine, 85 Tasten + 10 Funktionstasten
Vorstellung Mai 1989
Im Handel Januar 1990
Eingestellt Dezember 1993

Bilder
520 ST 1040 ST Mega ST 130 ST
Atari Stacy Atari Stacy

Rechte Seite mit Maus-/Joystickports, Umschalter und Diskettenlaufwerk
Atari Stacy

Anschlüsse
Atari Stacy

Linke Seite mit dem ROM-Port
520 ST 1040 ST Mega ST 130 ST
Atari Stacy

Mainboard
Atari Stacy

Daughterboard mit RAM und TOS-ROMs
Atari Stacy

geschlossen
Atari Stacy

Trackball
520 ST 1040 ST Mega ST 130 ST
Atari Stacy

Displayeinheit
Atari Stacy

Einstellmöglichkeiten
Atari Stacy

Geöffnete Displayeinheit
Atari Stacy

Geöffnet
520 ST 1040 ST Mega ST
Atari Stacy

Ohne Tastatur und Abschirmung
Atari Stacy

TOS-ROMs an der Unterseite
Atari Stacy

Typenschild

Letzte Bearbeitung: 26. Oktober 2015